überbauung allmend ost
NACHHALTIG IN DIE ZUKUNFT
Da die Korporation als Waldbesitzer einen besonderen Bezug zum Baustoff Holz hat, wurden die drei Neubauten mit insgesamt 28 Eigentumswohnungen und 25 Mietwohnungen sowie einer gemeinsamen Einstellhalle mit 65 Autoabstellplätzen in einer nachhaltigen, hybriden Konstruktionsweise ausgeführt. Unter- und Sockelgeschoss samt Einstellhalle mit den erdberührten Aussenflächen werden konventionell in Stahlbeton realisiert, ebenso sind die zentrischen Treppenhauskerne aus Gründen der Erdbebensicherheit und des Brandschutzes in Massivbauweise konzipiert. Die eigentlichen Wohngeschosse sind jedoch in einer Holzelementbauweise konstruiert, die möglichst viel Holz aus den lokalen Wäldern nutzt. In den Wohnräumen ist das Konstruktionsholz an der Decke in Form von Brettstapeldecken sichtbar. Diese Konstruktionsweise lässt sich auch in der äusseren Erscheinung ablesen: Über dem keramisch gefliesten Sockelgeschoss sind die Fassaden mit hinterlüfteten und grau lasierten Holzschalungen gestaltet. Die Neubauten knüpfen damit an die Holzfassaden traditioneller Wohnhäuser und des Alterszentrums an, entwickeln jedoch mit den geschosshohen Fensteröffnungen einen eigenständigen architektonischen Ausdruck.
Über dem Untergeschoss mit Keller- und Technikräumen, ist im Zugangs- bzw. Sockelgeschoss neben den Velo- und Trockenräumen pro Gebäude eine natürlich belichtete Fläche integriert, die als Atelier-, Gewerbe- oder Disporaum genutzt werden kann. Darüber organisieren sich pro Geschoss drei Wohnungen mit 2.5 bis 5.5 Zimmer um die zentrale Erschliessung. Die grössten Wohnungen erstrecken sich als Duplex über zwei Geschosse. Jede Wohnung verfügt über mindestens eine Loggia, die an der Gebäudeecke von einer zweiseitigen Ausrichtung profitiert. An den lärmexponierten Fassaden übernimmt die Loggia dank geschlossener Glasbrüstung und absorbierender Decke auch eine schalldämmende Wirkung für die angrenzenden Wohnräume.
Neben der Konstruktionsweise punktet die Überbauung bezüglich Nachhaltigkeit mit weiteren Vorzügen: Dank dem Anschluss an den Wärmeverbund der Korporation mit ihrem Holzheizwerk und der Photovoltaikanlage auf den Dachflächen werden umweltschonende, lokale Energieressourcen effizient genutzt. Der Bahnhof und das Dorfzentrum in Fussdistanz sind weitere Pluspunkte im Sinne einer nachhaltigen Mobilität.
2023 - 2025
Architektur/Planung: ro.ma Röösli & Mäder GmbH, Luzern
Bauleitung/Submission: Baureag Architekten AG, Willisau
Bauherrenvertretung/Kostenmanagement: ak Bautreuhand AG, Luzern
Fotos: Benjamin Kunz, Luzern
Jahr
2025
Projektort
Alpnach
Bauherrschaft
Korporation Alpnach
Leistung
Bauleitung/Submission






